
Institut für Paartherapie (IFP) e.V.-Frankfurt am Main
Freitag, 18.09.2026 – Beginn 15 Uhr bis Sonntag, 20.09.2026 – Ende ca. 13 Uhr
Was geschieht, wenn wir den Blick auf Paarbeziehungen erweitern. Im Paar verdichten sich die inneren Konflikte des Einzelnen, die Dynamiken der Gruppe und die Strömungen der Gesellschaft – Vorträge und Workshop-Veranstaltungen:
Célia Fatia und Britta Stitz: Das Paar in der Gruppe – Gruppentheorie, Übertragung und Gegenübertragung, Widerstand und Abwehr in der Gruppe
Yvonne Czermak: Polyamorie und offene Beziehung in Paarberatung und Paartherapie – neue Möglichkeiten und Herausforderungen aus einer psychodynamischen Perspektive
Bernd Böttger und Sabine Schwachula: Von der paranoiden Gesellschaft zum kollusiven Paar – Henry Dicks und die innere Demokratisierung von Beziehung.
Freitag 15 Uhr - Sonntag ca. 13 Uhr
Mitglieder des Instituts: 340,- € pro Person
Nichtmitglieder: 410,- € pro Person
Für Studierende sowie Ausbildungsteilnehmende in psychotherapeutischen Weiterbildungen steht ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Tagungstickets zur Verfügung.
| Tag | Uhrzeit | Thema |
| Freitag 18.09.26 | 15:00 bis 15:30 | Ankommen Kaffee, Kuchen, Gespräche |
| 15:30 bis 17:00 | Sabine Schwachula und Kerstin Böttger Großgruppe, Thema: Wie ist es uns ergangen? Neuigkeiten aus der Gemeinschaft |
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| 17:00 bis 17:30 | Pause | |
| 17:30 bis 19:00 | Célia Fatia und Britta Stitz Das Paar in der Gruppe Gruppentheorie Übertragung und Gegenübertragung im Gruppenpsychotherapeutischen Kontext Widerstand und Abwehr in der Gruppe |
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| Ab 19:00 | Offenen Abendgestaltung |
Wenn Paare in Gruppen eintreten, entsteht ein hochkomplexes Beziehungsfeld: Intime Dynamiken treffen auf kollektive Prozesse, Übertragungen vervielfachen sich und Konflikte werden sichtbar, wo sie sonst verborgen bleiben. Ein Blick auf die besondere Spannung zwischen Paar und Gruppe.
Der Vortrag von M.A. Célia Fatia und Dr. med. Britta Stitz beleuchtet die Dynamik von Paaren im gruppenpsychotherapeutischen Setting aus theoretischer und klinischer Perspektive. Im Zentrum stehen gruppentheoretische Grundlagen sowie die besonderen Ausprägungen von Übertragung und Gegenübertragung in Mehrpersonensettings. Es wird gezeigt, wie Widerstand und Abwehr nicht nur individuell, sondern auch im Gruppengeschehen organisiert sind. Es werden typische Konfliktkonstellationen und ihre Bedeutung für die therapeutische Arbeit reflektiert. Ziel ist ein vertieftes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Paar- und Gruppendynamik.
| Samstag 19.09.26 | 9:30 bis 11:00 | Célia Fatia und Britta Stitz Das Paar in der Gruppe theoretische Überlegungen und Reflektion von besonderen Szenen |
| 11:00 bis 11:30 | Pause | |
| 11:30 bis 13:00 | Gruppenselbsterfahrung für Interessierte oder Gruppensupervision von Paartherapien | |
| 13:00 bis 15:00 | Mittagspause | |
| 15:00 bis 16:30 | Yvonne Czermak Polyamorie und offene Beziehung in Paarberatung und Paartherapie – neue Möglichkeiten und Herausforderungen aus einer psychodynamischen Perspektive |
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| 16:30 bis 17:00 | Kaffeepause | |
| 17:00 bis 18:30 | Yvonne Czermak Polyamorie und offene Beziehung in Paarberatung und Paartherapie – neue Möglichkeiten und Herausforderungen aus einer psychodynamischen Perspektive |
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| 19:30 bis 22:00 | Mitgliederversammlung IFP (nur für Mitglieder des Vereins) |
Fortführung des Vortrags zu Paar in Gruppen
Liebe, Freiheit, Eifersucht – was passiert, wenn Paare ihre Beziehung öffnen? Dieser Vortrag beleuchtet die psychodynamischen Tiefenschichten von Polyamorie und nicht-monogamen Beziehungsformen und zeigt, warum neue Freiheiten oft alte Konflikte berühren.
Der Vortrag von Frau mag.a Yvonne Czermak widmet sich der zunehmenden Bedeutung offener und polyamorer Beziehungsmodelle in der Paartherapie. Im Fokus stehen sowohl die Chancen – etwa Erweiterung von Beziehungserfahrungen – als auch die psychischen Herausforderungen wie Eifersucht, Unsicherheit und Selbstwertkonflikte. Aus psychodynamischer Perspektive werden zentrale innere und interpersonelle Prozesse beleuchtet. Zudem wird die therapeutische Haltung reflektiert, insbesondere im Spannungsfeld von Offenheit, eigenen Werten und professioneller Begleitung. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Dynamiken nicht-monogamer Beziehungen zu entwickeln und deren Bedeutung für die Praxis einzuordnen.
| Sonntag 20.09.26 | 9:00 bis 10:30 | Bernd Böttger und Sabine Schwachula Von der paranoiden Gesellschaft zum kollusiven Paar Henry Dicks und die innere Demokratisierung von Beziehung |
| 10:30 bis 10:45 | Pause | |
| 10:45 bis 12:15 | Bernd Böttger und Sabine Schwachula Von der paranoiden Gesellschaft zum kollusiven Paar Henry Dicks und die innere Demokratisierung von Beziehung |
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| 12:15 bis 12:30 | Pause | |
| 12:30 bis 13:00 | Abschluss, Zusammenführung der Tagung, Feedback | |
| 13:00 | Mittagessen, Abfahrt |
Vom Kriegsverhör zur Paartherapie – was verbindet autoritäre Systeme mit intimen Beziehungen? Der Vortrag zeigt eindrücklich, wie Spaltung, Projektion und Ambivalenzabwehr nicht nur politische Dynamiken prägen, sondern auch das innere Gefüge kollusiver Paare. Eine ebenso irritierende wie erkenntnisreiche Perspektive auf das, was Bindung zusammenhält – und zerstören kann.
Ausgehend von den Arbeiten des Psychoanalytikers Henry Dicks verbinden Dipl.-Psych. Dr. rer. med. Bernd Böttger und Dr. med. Sabine Schwachula massenpsychologische und paardynamische Perspektiven zu einem gemeinsamen Verständnis von Beziehungssystemen. Im Zentrum stehen Spaltung, projektive Identifikation und die eingeschränkte Fähigkeit, Ambivalenz zu tolerieren – als zentrale Mechanismen sowohl autoritärer Strukturen als auch dysfunktionaler Paarbeziehungen. Anhand klinischer Beispiele aus Marital Tensions wird gezeigt, wie Kollusionen als interpersonelle Abwehr organisiert sind und destruktive Dynamiken stabilisieren. Daraus ergeben sich weiterführende diagnostische und therapeutische Perspektiven für die psychoanalytische Paartherapie.
Die Tagung findet in den Hoffmanns Höfe Frankfurt am Main statt
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, 60528 Frankfurt am Main
fon: +49 (0) 69 67 06-100
fax: +49 (0) 69 67 06-111
mail: info@hoffmanns-hoefe.de
Webseite: www.hoffmanns-hoefe.de
Für Teilnehmende steht ein begrenztes Zimmerkontingent zur Verfügung, das eigenständig direkt im Hotel unter dem Stichwort der Tagung abgerufen werden kann.
In den Tagungsgebühren enthalten sind:
• Teilnahme an sämtlichen Vorträgen und
Programmpunkten
• Tagungsorganisation und Administration
• Tagungsgetränke sowie kleine Snacks während der Veranstaltung
Nicht enthalten sind:
• Unterbringung sowie weitere Mahlzeiten (diese sind individuell zu organisieren).
• Es besteht eine Mittagsversorgung im Hotel. Diese kann unkompliziert bei der Anmeldung im Hotel dazugebucht werden.
• Mitglieder des Instituts: 340,- € pro Person
• Nichtmitglieder: 410,- € pro Person
Für Studierende sowie Ausbildungsteilnehmende in psychotherapeutischen Weiterbildungen steht ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Tagungstickets zur Verfügung. Die Konditionen hierzu können direkt beim Institut erfragt werden.
Institut für Paartherapie (IFP) e.V.
mail: kontakt@paarinstitut.de
fon:+49 (0) 69 95 05 90 19
Alt-Eschersheim 36, 60433 Frankfurt am Main
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